Aktionen

Im Jahr 2019 werden wir unsere Aktionstage vom 1. bis 9. September in Unterlüß veranstalten – mit Camp, Workshops, Demonstration und der Blockade-Aktion, zu der wir euch hiermit einladen möchten. Für alles haben haben wir ein Aktionsbild (siehe unten). Zunächst aber zur Blockade-Aktion:

Rüstungsproduktion blockieren!
Wir werden am Freitag, den 6. September, ab dem frühen Morgen gemeinsam die Produktion der Rheinmetall-Fabrik in Unterlüß lahmlegen. Rheinmetall als größter deutscher Rüstungskonzern und Waffenexporteur profitiert vom Krieg im Jemen und baut Munitionsfabriken in aller Welt. Mit deutschen Panzern besetzt die Türkei das nordsyrische Rojava, deutsche High-Technology dient zur Abschottung der europäischen Außengrenzen. Rheinmetall umging das temporäre deutsche Exportverbot, indem ein 100%iges Tochterunternehmen auf Sardinien bis vor kurzem Bomben für Saudi-Arabien herstellte, die im Jemen-Krieg eingesetzt wurden.

War starts in Unterlüß
In Unterlüß befindet sich eine wichtige Produktionsstätte von Rheinmetall. Knapp 2000 Menschen produzieren dort Waffen, Munition, Panzer und anderes Kriegsgerät. Die Schießanlange in Unterlüß ist das größte private Testgelände in Deutschland.

Let‘s stop it here
Mit der Blockade des Rheinmetall-Standorts wollen wir uns der Kriegsmaschinerie in den Weg stellen. Wir werden uns dabei nicht von baulichen Hindernissen oder Absperrungen aufhalten lassen. Wenn wir Straßen oder Einfahrten blockieren, tun wir die hauptsächlich mit unseren Körpern und weiteren kreativen Mitteln. Unsere Aktion richtet sich nicht gegen die Beschäftigten von Rheinmetall, sondern gegen die von ihnen produzierten Kriegsgeräte.

Wann muss ich in Unterlüß sein?
Für die Beteiligung an der Blockade-Aktion ist eine Anreise bis spätestens Donnerstag zum Aktionsplenum um 19 Uhr notwendig. Ein Aktionstraining findet bereits an Donnerstag ab 10 Uhr auf dem Camp statt.

Die Blockade-Aktion ist Teil der „Internationalist Day of Actions: Disturb, Block. Occupy“ der Kampagne #RiseUp4Rojava.

Termine
Donnerstag 5.9. | 10 Uhr | Camp: Aktionstraining
Donnerstag 5.9. | 19 Uhr | Camp: Aktionsplenum
Freitag 6.9. ab dem frühen Morgen: Blockade-Aktion der Rheinmetall-Fabrik

Nehmt euch die Zeit frei und kommt in die Heide.







Aktionsbild 2019

(Das Ziel:) In der Zeit vom 01.09. bis 09.09.2019 werden wir, gemeinsam mit vielen Menschen, am Produktionsstandort von Rheinmetall in Unterlüß ein Camp und vielfältige antimilitaristische Aktionen durchführen. Unser Ziel ist es, am Beispiel Rheinmetall ein klares Zeichen gegen Rüstungsproduktion und -exporte zu setzen und eine breite Öffentlichkeit auf das Treiben der Konzerne und ihrer Helfer*innen in der Politik aufmerksam zu machen.

(Die Form:) Wir kommen aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren. Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für das Gelingen des Camps und der Aktionen. Wir wollen eine Umgebung schaffen, die für alle Teilnehmenden transparent ist und in der wir aufeinander achten und uns unterstützen. Entscheidungen werden basisdemokratisch im Konsensverfahren gefasst. Angesichts der dramatischen Folgen von Rüstungsexporten in Kriegs- und Krisenregionen und der Dringlichkeit diese zu stoppen, werden wir auch mit Mitteln des Zivilen Ungehorsams agieren und den reibungslosen Ablauf der Rüstungsproduktion stören.

(Das konkrete Verhalten:) Bei allen unseren Aktionen werden wir uns ruhig und besonnen verhalten. Von uns wird keine Eskalation ausgehen und wir gefährden keine Menschen. Im Kontakt mit Polizei oder Werkschutz werden wir uns auf keine Provokationen einlassen. Bei Aktionen Zivilen Ungehorsams werden wir uns nicht von baulichen Hindernissen aufhalten lassen und Absperrungen gegebenenfalls durch- oder umfließen. Wenn wir Straßen oder Einfahrten blockieren, tun wir dies hauptsächlich mit unseren Körpern und mit kreativen Mitteln. Durch Drohungen mit juristischer Verfolgung werden wir uns nicht abschrecken lassen. Möglichen Rechtsfolgen werden wir gemeinsam und solidarisch begegnen. Unsere Aktionen werden ein Bild der Vielfalt, Kreativität und Offenheit vermitteln. Sie richten sich nicht gegen die Arbeiter*innen von Rheinmetall, sondern gegen das von ihnen produzierte Kriegsgerät. Die Sicherheit aller Beteiligten ist für uns wichtig. Deshalb werden wir uns mit Aktionstrainings auf unsere Aktionen vorbereiten.