Camp


 

Die Aktionswoche “Rheinmetall entwaffnen. Krieg beginnt hier” mobilisiert um den Antikriegstag, den 1. September 2018, für vielfältige Aktionstage mit einer großen Anti-Kriegs-Demonstration am Sonntag den 2. September.
Den Rahmen bildet ein spektrenübergreifendes Camp vom 29. August. – 04. September mit Bildungsveranstaltungen und Kulturprogramm am Produktionsstandort von Rheinmetall in Unterlüß, mitten in Niedersachsen zwischen Hannover und Hamburg.

Im einwöchigen Zusammenleben auf dem Camp wollen wir so gut es geht unsere Vision einer selbstorganisierten Gesellschaft ohne Hierarchie und Diskriminierung leben. Darum werden wir achtsam miteinander umgehen und alle relevanten Dinge gemeinsam und gleichberechtigt in täglichen Versammlungen beraten und möglichst im Konsens entscheiden.

Wenn ihr euch am Camp unterstützend beteiligen (z.B. aufbauen, kochen, Schichten übernehmen, Shuttle fahren) oder Material wie Gruppenzelte, Tische & Bänke, Werkzeug zur Verfügung stellen möchtet, meldet euch gerne per Mail: rheinmetall-entwaffnen@riseup.net

Wir freuen uns außerdem über Spenden, um alle Kosten (Campinfrastruktur, Materialien, Rechts- & Gerichtskosten usw.) decken zu können.
Dafür gibt es auf Wunsch auch eine Spendenbescheinigung vom
Kontoinhaber COMM e.V.
GLS Bank, Stichwort: Camp Unterlüß
IBAN: DE64 4306 0967 2030 4204 47 BIC: GENODEM1GLS

Hier eine grobe Wochenübersicht:
Mittwoch: gemeinsamer Aufbau
Donnerstag & Freitag Bildungstage und Austausch
Samstag: vielfältige Aktionen zum Antikriegstag, Abends Kulturprogramm
Sonntag:  Demonstration danach Konzert
Montag:  gemeinsame Abschlussdiskussionen
Dienstag: Campabbau

Wir beginnen am Mittwoch den 29. August mit dem gemeinsamen Aufbau des Camps mitten im Ort Unterlüß. Wir kommen auf dem Camp zusammen, um Raum für gemeinsame Diskussionen zu schaffen. Donnerstag und Freitag werden wir tagsüber in Workshops und Exkursionen Einblicke in verschiedenste Themenfelder bekommen und so unsere Perspektiven, Erfahrungen und Analysen aus unterschiedlichen Kämpfen gegen Krieg und Rüstung und für eine bessere Welt miteinander teilen.
Den Donnerstagabend werden wir nutzen, um uns über Aktions-Ideen auszutauschen, uns kennenzulernen & zusammenzufinden.
Am Freitagabend werden wir die Frage stellen wofür wir jeweils kämpfen, für welche Werte wir eintreten, und was wir darunter verstehen. Nachdem ein Podium Inputs gegeben hat werden wir zusammen mit allen Interessierten im Großplenum diskutieren: Welche Verbindungslinien sehen wir etwa zwischen Kämpfen der Friedensbewegung, der kurdischen Freiheitsbewegung, wissenschaftlichem und gewerkschaftlichem Engagement, der feministischen, der antimilitaristischen und der autonomen Bewegung in Deutschland, Europa und darüber hinaus? Und wo sehen wir Chancen und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft?
Der Samstag steht ganz unter dem Zeichen des internationalen Antikriegstags. Wir wollen den Tag für Aktionen für eine friedliche Welt nutzen und laden auch die Presse ausfrücklich dazu ein. Am Abend wird es ein Kulturprogramm geben.
Am Sonntag findet die große Antikriegs-Demonstration statt zu der Busse aus verschiedenen Städten anreisen werden. Auch der Sonntagabend wird nach dessen Abschluss durch Konzerte auf dem Camp begleitet. Am Montag wollen wir mit euch die Frage diskutieren, wie wir in Zukunft gemeinsam weiter für eine bessere Welt kämpfen können.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei und Verpflegung wird gegen Spende angeboten. Während des Camps werden einzelne Veranstaltungen und Räume Frauen, Lesben, Transidentitären und Intergeschlechtlichen Personen (kurz FLTI) vorbehalten sein, und die Eröffnung eines FLTI-Zeltplatzbereichs ist explizit willkommen. Wir möchten die Veranstaltungen nicht männlich dominiert wissen, heißt nicht nur Männer reden hören, und auch nicht nur akademischen Vorträgen lauschen, nicht nur weiße Perspektiven, sondern hiermit v.a. FLTI, People of Colour und Nichtakademiker_innen ermutigen sich zu beteiligen und alle darauf aufmerksam machen dies mit möglich zu machen.

Und da die Durchführung einer solch vielfältigen Aktionswoche und des Camps auch etwas kostet, sind Geld-, Essens-, Material- und Sachspenden herzlich willkommen! Wenn ihr Geld spenden möchtet, teilen wir euch gerne per Mail unsere Kontoverbindung mit.

Program der Bildungstage auf dem Camp
Es gibt Inputs und Workshops – hier eine Auswahl:

  • Workshop zu Patriachat und kritischer Auseinandersetzung mit Männlichkeit-
  • Bildung ohne Bundeswehr – Konzepte gegen Rekrutierung und Bundeswehr an Schulen
  • Aufstandbekämpfung und Aufrüstung – drei Perspektiven
  • Skills4Action (sowohl all gender als auch FLTI* only)
  • Exkursion zum NATO-Truppenübungsplatz Bergen: Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark
  • Sport
  • aktuelle Situation in Kurdistan
  • Antipatriarchale Selbstverteidigung (FLTI only)
  • Antirepressions-Basics
  • gesundheitliche Folgen von Rüstungsproduktion
  • Kriege und Klimawandel
  • Konversion

Das genaue Programm wird spätestens auf dem Camp veröffentlicht