Rheinmetall Entwaffnen: Aufruf 2026

Kampf den Kriegstreibern – Für unsere Zukunft!

Kommt zum Rheinmetall-Entwaffnen-Camp nach Köln vom 1.-6. September und den Aktionstagen gegen das NATO-Manöver in Hamburg vom 24.-26. September. 

Wir sagen Rüstungsindustrie, Kriegstreiberei und Militarisierung den Kampf an!

Seit unserem Camp letzten Sommer ist viel passiert: Die Kriege eskalieren immer weiter und die Auswirkungen spüren auch wir in Deutschland. Sie stecken unsere Welt in Brand. Die USA hat zusammen mit Israel den Iran angegriffen – jeden Tag sehen wir die Bilder der Bombardierung in den Nachrichten, sehen wie Krankenhäuser und Schulen getroffen werden, ebenso wie Treibstofflager, deren Brände in zwei Wochen mehr Emissionen verursacht haben als 80 Staaten zusammen. Auch der Genozid in Palästina geht auf brutalste Weise weiter. Im Januar sind viele für Rojava – die Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien – auf die Straße gegangen: Das syrische islamistische Regime hat mit westlicher Unterstützung eine Großoffensive auf die Menschen gestartet, die der Welt zeigen, dass Revolution nicht nur ein Traum ist, sondern Praxis.

Der Druck steigt und steigt, denn die NATO kämpft um ihre Machtposition in der Welt. Dafür will und muss der Kapitalismus im mittleren Osten mit den brutalsten Mitteln durchgesetzt werden. Es werden ganze Völker massakriert, um neue Handelsrouten zu erschließen. Das wahre Gesicht zeigt sich immer offensichtlicher: Für Geld und Macht wird gemordet, versklavt, vergewaltigt, die Menschen in Armut getrieben und abgeschoben.

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Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!

Immer mehr Teilnehmer*innen unserer Aktionswoche in Köln bekommen Post von der Polizei und auch schon die ersten Strafbefehle sind eingetrudelt. Davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Deswegen kommen wir wieder mit unserem Camp nach Köln und veranstalten Aktionstage gegen das NATO-Manöver in Hamburg.

Aber wir wollen nicht nur gemeinsam Widerstand gegen die zunehmende Militarisierung organisieren, sondern auch der Repression gegen uns gemeinsam begegnen. Deswegen meldet euch bei uns, wenn ihr in Folge der Aktionswoche Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen habt.

Ihr erreicht uns unter folgender E-Mail:
merstonnzesamme@anche.no

Informiert außerdem eure örtliche Rote Hilfe, dort werdet ihr beraten, wenn ihr Fragen habt.

Verweigert! Kongress gegen den neuen Wehrdienst

Kommt zum Kongress nach Kassel!
Start: 11. April, 13:00
Ende: 12. April, 15:00
Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstr. 3, 34119 Kassel

Du bist Dir unsicher, was Du mit dem Brief der Bundeswehr machen sollst? Mustern lassen oder gleich total verweigern? Du hast Ideen, wie wir damit umgehen und was wir noch tun können?

Dann komm vorbei zum zweiten Verweigert!-Kongress in Kassel. 

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Kollektiv den Krieg verraten – Die Wehrpflicht sabotieren!

Der deutsche Staat rüstet zum Krieg. Seit Monaten schon diskutieren Regierungskoalition und Opposition, wie man die Bevölkerung außerhalb der Parlamente und Chefetagen dazu bringen kann, kriegstüchtig zu werden. Seit dem 1. Januar 2026 erhalten alle Personen mit deutschen Pass zum 18. Geburtstag einen QR-Code für einen Online-Fragebogen und im Rahmen der Wehrdiensterfassung werden schrittweise alle „geeigneten“ Personen zur Musterung vorgeladen. Ab 2028 wird die Musterung für alle mit männlichem Geschlechtseintrag verpflichtend. 

Für uns ist klar, dass wir uns an dieser Ertüchtigung nicht beteiligen. Militarisierung und Kriegsvorbereitung haben eine lange Geschichte – ebenso wie der Widerstand dagegen. Weltweit schließen sich Menschen immer wieder gegen Aufrüstung, Zwangsrekrutierung und Kriegsertüchtigung und soldatische Männlichkeit zusammen. Nicht nur aus den Auseinandersetzungen von damals, sondern auch aus den Kämpfen von heute lässt sich lernen. Darauf aufbauend teilen wir hier einige Überlegungen zur antimilitaristischen Praxis der nächsten Jahre.

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Abschlusserklärung Verweigert!-Kongress

Der Verweigert!-Kongress hat am 11./12. April 2026 in Kassel zusammen mit vielen Kriegsdienstverweigerer*innen und Friedensorganisationen getagt. Die Abschlusserklärung des Kongresses hat folgenden Wortlaut:

1. Wir lehnen die Militarisierung der Gesellschaft ab. Immer mehr Waffen und immer mehr Soldat*innen sowie die Verankerung von militärischer Logiken in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen machen uns nicht sicher. Im Gegenteil. Sie setzen eine Eskalations- und Rüstungsspirale in Kraft, die eine kriegerische Konfrontation wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig gefährden die mit der massiven Aufrüstung direkt zusammenhängenden Sparmaßnahmen die soziale Sicherheit.

2. Das neue Wehrdienstgesetz ist ein wesentlicher Teil dieser umfassenden Militarisierung der Gesellschaft. Wir fordern die endgültige Abschaffung der Wehrpflicht und rufen dazu auf, jeglichen Kriegsdienst zu verweigern. Gleichzeitig bauen wir Unterstützungs- und Solidaritätsstrukturen auf und aus, die den Betroffenen bei der Verweigerung zur Seite stehen und sie unterstützen – von der fachlichen Beratung über politische Kampagnen bis zur finanziellen Unterstützung. Wir sind das Netzwerk der Verweigerung aller Formen von Kriegsdiensten, für Kriegsuntauglichkeit und Friedensfähigkeit.

3. Wenn junge Menschen bereits die Wehrerfassung boykottieren, kann es laut neuem Wehrdienstgesetz zu Bußgeldern kommen. Damit diese Bußgelder nicht von den Boykotteuren alleine getragen werden müssen, richten wir einen „Verweigern-Soli-Fonds“ ein, an den sich Boykotteure wenden können und der ihnen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Fonds hilft, die Bußgelder zu bezahlen. Diese Anti-Repressionsmaßnahme ist ein Teil unserer solidarischen Antwort auf einen Staat, der zunehmend auf Zwang und Militarisierung setzt. Deswegen starten wir hier und heute gemeinsam eine Crowdfunding-Kampagne, damit dieser Soli-Fonds möglichst gut finanziell ausgestattet ist und vielen Betroffenen helfen kann.

4. Wir solidarisieren uns mit den Kriegsdienstverweiger*innen, Totalverweiger*innen und Deserteur*innen in anderen Staaten, ganz besonders in Kriegsgebieten. Ihnen gebührt unser tiefster Respekt. Ihnen fühlen wir uns verbunden. Wir fordern ihre bedingungslose Aufnahme im Falle der Asylsuche.

5. Wir begreifen Verweigerung als etwas, das wir nicht ausschließlich auf den Kriegsdienst anwenden werden, sondern auf alle Mechanismen der Militarisierung der Gesellschaft. Wir verweigern uns der Militarisierung der Gesellschaft auch durch gemeinsame Aktionen. Deshalb rufen wir dazu auf, die folgenden bundesweiten Aktionen und Mobilisierungen zu unterstützen:

– den Schulstreik und weitere Aktionen am 8. Mai
– den Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai
– die Aktionen des Klimagerechtigkeitsbündnisses Ende Gelände vom 28. bis 30. Mai im Ruhrgebiet
– die Demos gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen am 30. Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr
– die Aktionstage gegen Waffenproduktion am 10. und 11. Juli in Berlin-Wedding
– das Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln vom 1. bis 6. September
– das Störmanöver gegen die NATO-Übung „Red Storm Charly“ in Hamburg, das von Rheinmetall entwaffnen organisiert und vom 24. bis 26. September stattfinden wird
– die „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Menschen aus Gesundheitsberufen gegen die Militarisierung“ der IPPNW

Kassel, 12. April 2026

Kundgebung in Berlin 28. März: Stoppt den Krieg gegen Iran und Libanon!

Stoppt die USA und Israel! Den Luftraum für US-Militär schließen!

Rheinmetall Entwaffnen Berlin unterstützt den folgenden Aufruf zur Kundgebung, um ein Zeichen gegen Krieg, Militarisierung und imperialistische Politik zu setzen.

📍 Hermannplatz, Berlin
🗓️ Samstag, 28.03.
🕔 17:00 Uhr

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Gerichtsprozess gegen die Blockade des Bundeswehrkarrierecenters

Mi. 25.03. | 12:15 Uhr | Justizzentrum Köln | Rudolph-Amelunxen-Straße

Am 27. August letzten Jahres haben 80 Aktivist*innen erfolgreich das Bundeskarrierecenter in Köln blockiert. Das Center in Köln ist die zentrale Einrichtung der Bundeswehr, die für die Rekrutierung von Soldat*innen verantwortlich ist. Es organisiert und koordiniert die Anwerbung und bald auch die ersten Musterungen.
Nun sind erste Genoss*innen im Zuge dieser Aktion angeklagt.

Unsere Aktion hat deutlich gemacht, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren – An jenem Tag, an dem die neuen Regelungen zum Wehrdienst, inklusive der Erfassung und Musterung, auf parlamentarischer Ebene beschlossen wurden, haben wir unseren Widerstand auf die Straße getragen. 💫
Wir verweigern uns der zunehmenden Militarisierung Deutschlands und dessen Normalisierung!
Wir verweigern uns dem Wunsch nach Gehorsam und Disziplin.

Kommt deshalb alle am 25. März zum Justizzentrum nach Köln und unterstützt die Genoss*innen! Wir lassen niemanden allein und wir lassen uns erst recht nicht einschüchtern!❤️‍🔥