Klimagerechtigkeit statt Kriegstreiberei

Gemeinsamer Aufruf von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen

Vom 28.05. bis 30.05. ins Ruhrgebiet!

Klimakrise und Krieg – Zwei Seiten eines zerstörerischen Systems

Weltweit eskalieren Kriege, Gewalt und Leid: Von Palästina bis Venzuela, von Sudan bis Kurdistan, von Iran bis zur tödlichen Festung Europa. Gleichzeitig plant die deutsche Regierung massiv Gaskraftwerke und Gasterminals auszubauen. Anstatt die Gesellschaft sozial und ökologisch umzubauen, forciert die Regierung die Abhängigkeit von klimazerstörerischem Gas und die komplette Ausrichtung der Gesellschaft auf Kriege. Damit ist sie nicht alleine, weltweit rüsten Regierungen fossile Infrastruktur und ihre Armeen auf. Diese Entwicklungen hängen zusammen. Sie basieren auf dem gleichen kapitalistischen System aus Konkurrenz, Zerstörung und Ausbeutung. Deswegen müssen die Kämpfe dagegen ebenfalls gemeinsam geführt werden, deshalb stellen wir von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen uns dieser Zerstörung Hand in Hand entgegen.

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Teil 2: Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!
Die Aufrüstung ist eine tragende Säule für das Kapital in der aktuellen Krise. Der Aufbau einer Anti-Kriegs-Bewegung soll im Keim erstickt werden. Aber genauso zentral wie die Militarisierung für dieses System ist, bringt der Kampf dagegen auch das Potential für einen revolutionären Bruch mit sich. Die aktuelle Repression gegen Antimilitarist*innen können wir nur im Gesamtzusammenhang verstehen. Und genauso wichtig ist es, kollektiv darauf zu reagieren. 

Grundsätzlich ist es von zentraler Bedeutung, keinerlei Aussagen zu machen. Jede Aussage nützt den Verfolgungsbehörden und wird letztlich gegen dich und deine Genoss*innen verwendet. Auch wenn man vielleicht denkt, es könnte helfen, zeigt die Erfahrung das Gegenteil. Die beste Hilfe ist und bleibt die Aussageverweigerung. Sie ist ein politisches Statement und schützt dich und die Bewegung. 

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Rheinmetall Entwaffnen: Aufruf 2026

Kampf den Kriegstreibern – Für unsere Zukunft!

Kommt zum Rheinmetall-Entwaffnen-Camp nach Köln vom 1.-6. September und den Aktionstagen gegen das NATO-Manöver in Hamburg vom 24.-26. September. 

Wir sagen Rüstungsindustrie, Kriegstreiberei und Militarisierung den Kampf an!

Seit unserem Camp letzten Sommer ist viel passiert: Die Kriege eskalieren immer weiter und die Auswirkungen spüren auch wir in Deutschland. Sie stecken unsere Welt in Brand. Die USA hat zusammen mit Israel den Iran angegriffen – jeden Tag sehen wir die Bilder der Bombardierung in den Nachrichten, sehen wie Krankenhäuser und Schulen getroffen werden, ebenso wie Treibstofflager, deren Brände in zwei Wochen mehr Emissionen verursacht haben als 80 Staaten zusammen. Auch der Genozid in Palästina geht auf brutalste Weise weiter. Im Januar sind viele für Rojava – die Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien – auf die Straße gegangen: Das syrische islamistische Regime hat mit westlicher Unterstützung eine Großoffensive auf die Menschen gestartet, die der Welt zeigen, dass Revolution nicht nur ein Traum ist, sondern Praxis.

Der Druck steigt und steigt, denn die NATO kämpft um ihre Machtposition in der Welt. Dafür will und muss der Kapitalismus im mittleren Osten mit den brutalsten Mitteln durchgesetzt werden. Es werden ganze Völker massakriert, um neue Handelsrouten zu erschließen. Das wahre Gesicht zeigt sich immer offensichtlicher: Für Geld und Macht wird gemordet, versklavt, vergewaltigt, die Menschen in Armut getrieben und abgeschoben.

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Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!

Immer mehr Teilnehmer*innen unserer Aktionswoche in Köln bekommen Post von der Polizei und auch schon die ersten Strafbefehle sind eingetrudelt. Davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Deswegen kommen wir wieder mit unserem Camp nach Köln und veranstalten Aktionstage gegen das NATO-Manöver in Hamburg.

Aber wir wollen nicht nur gemeinsam Widerstand gegen die zunehmende Militarisierung organisieren, sondern auch der Repression gegen uns gemeinsam begegnen. Deswegen meldet euch bei uns, wenn ihr in Folge der Aktionswoche Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen habt.

Ihr erreicht uns unter folgender E-Mail:
merstonnzesamme@anche.no

Informiert außerdem eure örtliche Rote Hilfe, dort werdet ihr beraten, wenn ihr Fragen habt.

Aktionstage in Berlin 10.—12. Juli 2026: Kriege beenden. Rheinmetall stoppen

Das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg soll in Berlin wieder Rüstung produziert werden. Rheinmetall will mitten in der Innenstadt Artilleriegeschosse fertigen lassen. Das werden wir nicht hinnehmen und unseren Widerstand gegen die Kriegsvorbereitungen auf die Straßen tragen. Gemeinsam gehen wir vom 10. bis 12. Juli 2026 in Aktion. Gegen den Krieg der Reichen. Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Der größte Rüstungsproduzent Deutschlands, Rheinmetall, stellt die zivile Produktion seines Autozulieferers auf Rüstung um. Ab Sommer 2026 sollen im ehemaligen Pierburg-Werk mitten in Berlin-Wedding 45 Kilogramm schwere Geschosse hergestellt werden.

Rheinmetalls Waffen werden unter anderem von der Türkei gegen die Revolution in Kurdistan und von Israel für den Genozid an der palästinensischen Bevölkerung genutzt. Auch an den aktuellen Bombardierungen im Iran verdient erneut Rheinmetall. Deutschland ist viertgrößter Rüstungsexporteur der Welt. So setzt beispielsweise Saudi-Arabien seit über einem Jahrzehnt deutsche Waffen im Krieg gegen Jemen ein. Die Bundesregierung und Rüstungskonzerne sind also aktive Mittäter in den brutalsten Kriegen unserer Zeit.

Im Schatten der sogenannten Zeitenwende, des Kriegs in der Ukraine, und des Beschlusses der Bundesregierung, den Rüstungsetat unbegrenzt zu erhöhen, konnte Rheinmetall seine Profite extrem steigern. Der Preis hierfür sind einerseits enorme Kürzungen im sozialen, Bildungs-, Gesundheits- und Kulturbereich und andererseits ein weltweiter Anstieg bewaffneter Konflikte. Während also hier Arbeiter*innen sowie Kinder und Jugendliche zunehmend in verstärkte Armut getrieben werden, wird in den sogenannten »Konfliktländern« mehr und mehr Blut vergossen. Die gelockerte Schuldenbremse für Rüstungsausgaben wird diese bereits spürbare Entwicklung in den nächsten Jahren massiv verschlimmern.

Merz sagt, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können, aber hunderte Milliarden für die Hochrüstung schon? Statt das Geld in die Verbesserung unserer Lebensbedingungen zu investieren, versucht die Bundesregierung, die schwächelnde deutsche Industrie durch die gesteigerte Nachfrage nach Rüstungsproduktion zu retten. Gleichzeitig bereitet sich die Bundesrepublik darauf vor, in den imperialistischen Kriegen der Zukunft mitzumischen. Neben der Wiedereinführung des Kriegsdienstes ist auch die Umstellung des Pierburg-Werks Resultat und Spiegel dieser Entwicklung. Sie konkurrieren um Rohstoffe, Zugang zu Handelswegen und Absatzmärkten, um den privaten Profit der Kapitalist*innen zu steigern.

Kommt nach Berlin und beteiligt euch an Aktionen gegen die Profiteure von Krieg und Aufrüstung! Denn wir wollen keine Waffenindustrie – weder in unseren Kiezen, noch sonst irgendwo. Was wir wollen, ist eine solidarische Gesellschaft.

Aktionstage. 10.—12. Juli 2026. Berlin 📣

Als zentrale Anlaufstelle wird im Volkspark Humboldthain ein Zirkuszelt aufgebaut. Dort gibt es spannende Vorträge, Diskussionen, Musik, kreative Workshops und Ausstellungen.

Außerdem werden vielfältige Protestaktionen zum Mitmachen auf der Straße und eine Demonstration stattfinden.

Aktionszelt im Humboldthain 🎪
Vorträge, Diskussionen, Kulturprogramm

Widerständige Aktionen ✊
Schließt euch an oder werdet selbst kreativ

Großdemonstration & Konzert  🚩
Samstag, 11. Juli, 14 Uhr,
S+U Gesundbrunnen

Weitere Infos auf der Internetseite des Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion:
keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org/aktionstage


Rheinmetall Entwaffnen, Mai 2026

Theater-Tour gegen Krieg und Aufrüstung von Theater X und „Rheinmetall entwaffnen“

Mit dem Stück „Hoppla, wir sterben! – Rheinmetall: Eine deutsche Geschichte“ bringt die Berliner Gruppe S.K.E.T. politische Theaterkunst nach Bremen, Celle und Kassel

Die Inszenierung beschäftigt sich mit der Geschichte des Rüstungskonzerns Rheinmetall, der aktuellen gesellschaftlichen Militarisierung sowie der Frage, wie Krieg, Kapitalismus und politische Interessen zusammenhängen. Das Stück verbindet dokumentarisches Theater, Musik und agitatorische Elemente und knüpft an Traditionen des politischen Theaters der Weimarer Republik an.

Angesichts der aktuellen Debatten um Aufrüstung, Wehrpflicht und „Kriegstüchtigkeit“ versteht sich die Produktion ausdrücklich als kulturelle Intervention in eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, die derzeit weit über klassische Friedenspolitik hinausreicht.

Tourtermine:

  • 06.06.2026 – Kassel 

KRIEG BEGINNT HIER: Protest gegen Rheinmetall-Aktionärsversammlung vor der Berliner Waffenfabrik

📅 12.05.2026
🕔 17:00 Uhr
📍 Vor dem neuen Rheinmetall-Werk am Humboldthain (Scheringstraße 2, Berlin-Gesundbrunnen)

Rheinmetall profitiert weltweit von Krieg, Aufrüstung und Militarisierung – und feiert am 12. Mai wieder seine stetig steigenden Profite mit Leid und Zerstörung. Während Milliarden in Waffen und Kriegsproduktion fließen, fehlen Gelder für Wohnen, Bildung, Gesundheit und soziale Infrastruktur.

Das nehmen wir nicht hin!

Kommt am 12. Mai zur Kundgebung gegen die Aktionärsversammlung von Rheinmetall und gegen den Ausbau der Waffenproduktion in Berlin. Wir wollen sichtbar machen: Krieg beginnt nicht erst an der Front – er wird auch hier organisiert, finanziert und produziert. Solange mit Menschenleben Kasse gemacht wird, kann es keinen Frieden geben!

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Profite auf Kosten von Leben.

💸 Geld für Soziales statt für Krieg und Aufrüstung!
🔥 Keine Waffenproduktion in Berlin!
🚫 Rheinmetall stoppen!

Abschlusserklärung Verweigert!-Kongress

Der Verweigert!-Kongress hat am 11./12. April 2026 in Kassel zusammen mit vielen Kriegsdienstverweigerer*innen und Friedensorganisationen getagt. Die Abschlusserklärung des Kongresses hat folgenden Wortlaut:

1. Wir lehnen die Militarisierung der Gesellschaft ab. Immer mehr Waffen und immer mehr Soldat*innen sowie die Verankerung von militärischer Logiken in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen machen uns nicht sicher. Im Gegenteil. Sie setzen eine Eskalations- und Rüstungsspirale in Kraft, die eine kriegerische Konfrontation wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig gefährden die mit der massiven Aufrüstung direkt zusammenhängenden Sparmaßnahmen die soziale Sicherheit.

2. Das neue Wehrdienstgesetz ist ein wesentlicher Teil dieser umfassenden Militarisierung der Gesellschaft. Wir fordern die endgültige Abschaffung der Wehrpflicht und rufen dazu auf, jeglichen Kriegsdienst zu verweigern. Gleichzeitig bauen wir Unterstützungs- und Solidaritätsstrukturen auf und aus, die den Betroffenen bei der Verweigerung zur Seite stehen und sie unterstützen – von der fachlichen Beratung über politische Kampagnen bis zur finanziellen Unterstützung. Wir sind das Netzwerk der Verweigerung aller Formen von Kriegsdiensten, für Kriegsuntauglichkeit und Friedensfähigkeit.

3. Wenn junge Menschen bereits die Wehrerfassung boykottieren, kann es laut neuem Wehrdienstgesetz zu Bußgeldern kommen. Damit diese Bußgelder nicht von den Boykotteuren alleine getragen werden müssen, richten wir einen „Verweigern-Soli-Fonds“ ein, an den sich Boykotteure wenden können und der ihnen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Fonds hilft, die Bußgelder zu bezahlen. Diese Anti-Repressionsmaßnahme ist ein Teil unserer solidarischen Antwort auf einen Staat, der zunehmend auf Zwang und Militarisierung setzt. Deswegen starten wir hier und heute gemeinsam eine Crowdfunding-Kampagne, damit dieser Soli-Fonds möglichst gut finanziell ausgestattet ist und vielen Betroffenen helfen kann.

4. Wir solidarisieren uns mit den Kriegsdienstverweiger*innen, Totalverweiger*innen und Deserteur*innen in anderen Staaten, ganz besonders in Kriegsgebieten. Ihnen gebührt unser tiefster Respekt. Ihnen fühlen wir uns verbunden. Wir fordern ihre bedingungslose Aufnahme im Falle der Asylsuche.

5. Wir begreifen Verweigerung als etwas, das wir nicht ausschließlich auf den Kriegsdienst anwenden werden, sondern auf alle Mechanismen der Militarisierung der Gesellschaft. Wir verweigern uns der Militarisierung der Gesellschaft auch durch gemeinsame Aktionen. Deshalb rufen wir dazu auf, die folgenden bundesweiten Aktionen und Mobilisierungen zu unterstützen:

– den Schulstreik und weitere Aktionen am 8. Mai
– den Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai
– die Aktionen des Klimagerechtigkeitsbündnisses Ende Gelände vom 28. bis 30. Mai im Ruhrgebiet
– die Demos gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen am 30. Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr
– die Aktionstage gegen Waffenproduktion am 10. und 11. Juli in Berlin-Wedding
– das Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln vom 1. bis 6. September
– das Störmanöver gegen die NATO-Übung „Red Storm Charly“ in Hamburg, das von Rheinmetall entwaffnen organisiert und vom 24. bis 26. September stattfinden wird
– die „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Menschen aus Gesundheitsberufen gegen die Militarisierung“ der IPPNW

Kassel, 12. April 2026