
Kommt zum Kongress nach Kassel!
Start: 11. April, 13:00
Ende: 12. April, 15:00
Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstr. 3, 34119 Kassel
Du bist Dir unsicher, was Du mit dem Brief der Bundeswehr machen sollst? Mustern lassen oder gleich total verweigern? Du hast Ideen, wie wir damit umgehen und was wir noch tun können?
Dann komm vorbei zum zweiten Verweigert!-Kongress in Kassel.
Gemeinsam mit der DFG-VK und vielen anderen Antimilitarist*innen organisieren wird Diskussionen, Workshops und einen gemeinsamen Austausch darüber, wie sich verschiedene Kämpfe gegen den Wehrdienst verbinden lassen. Lasst uns zusammen Wege besprechen, wie wir der Wehrerfassung kollektiv entgegentreten können.
Welche Tipps gibt es für die Verweigerung des Kriegsdienstes? Sollte man die Wehrbescheide trickreich beantworten, oder lieber gleich in den Schredder tun? Welche politischen Antworten wollen wir geben? Wie können wir eine widerständige Perspektive dabei schärfen? Und welche Möglichkeiten haben wir, uns gegen die damit einhergehenden Repressionen zu wehren? Die Friedensbewegung, die Streikbewegung gegen die Wehrpflicht und auch wir als vielfältig radikale Antimilitarist*innen diskutieren und verbinden unsere verschiedenen Antworten auf diese Fragen.
Klar ist: Nur gemeinsam haben wir die nötige Stärke, um den neuen Wehrdienst wirklich zu stoppen und uns eine lebenswerte Zukunft zu erkämpfen.
Die Militarisierung ist eine gesamtgesellschaftliche Frage, die über das Wehrdienstgesetz weit hinausgeht. Während große Teile der Gesellschaft systematisch in die Armut und Perspektivlosigkeit getrieben werden, sind unbegrenzte Mittel für Waffen, Aufrüstung und militärische Infrastruktur da. Junge Menschen sollen Aussicht auf gute Bezahlung und vermeintlich sicheren Jobs in den Kriegsdienst gedrängt werden. Auch zivile Berufsfelder werden zunehmend von der Kriegslogik vereinnahmt. Die massiven Kürzungen, die Hetze gegen uns Arbeiter:innen und Schüler:innen wie auch die faktische Abschaffung des Asylschutzes sind alles Angriffe auf hart erkämpfte soziale Errungenschaften, es sind Angriffe auf ein menschenwürdiges Leben. Die Frage der Verweigerung geht also über den direkten Wehrdienst heraus und stellt sich allen, die von einer sich langsam aufbauenden deutschen Kriegswirtschaft betroffen sind.
Sie stellt sich uns überall, wo uns weiß gemacht wird, der Feind liegt außerhalb der Grenzen des deutschen Staates und nur die Opferbereitschaft für die Nation ist die einzige Alternative. Dabei zeigen aktuelle politische Entwicklungen klar, worum es im Krieg geht: Es geht um den Zugang zu Ressourcen, zu Handelswegen und Absatzmärkten. Dafür werden Millionen von Menschen ins Elend getrieben und ermordet. Seit Jahrzehnten schon heizt Deutschland diese Kriege mit enormen Waffenexporten an. Nun sollen auch wieder Menschen von hier aus in die Schützengräben geschickt werden. Lassen wir uns von den Herrschenden nicht vor den Karren spannen. Schließen wir uns international zusammen. Denn Kriege gehören nicht zur Natur des Menschen – aber sehr wohl zu diesem System!
Bewegungen gegen Krieg und den Zwang, an ihm teilzunehmen haben in der Vergangenheit oft großes widerständiges Potential und Druck aufgebaut. Haben teilweise bis hin zur kompletten Überwerfunge der herrschenden Verhältnisse geführt! Lasst uns auch hierdran anküpfen und der herrschenden Kriegspolitik zeigen, dass wir sie vom Beratungsbüro, über den Streik bis zum Schredder mit unzähligen Mitteln bekämpfen werden!
In diesem Sinne: Wehrdienst Verweigern! Desertieren und Sabotieren statten Salutieren!
Meldet euch für den Kongress bitte über folgenden Link an: https://kdv-kongress.dfg-vk.de/anmeldung





