Teil 2: Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!
Die Aufrüstung ist eine tragende Säule für das Kapital in der aktuellen Krise. Der Aufbau einer Anti-Kriegs-Bewegung soll im Keim erstickt werden. Aber genauso zentral wie die Militarisierung für dieses System ist, bringt der Kampf dagegen auch das Potential für einen revolutionären Bruch mit sich. Die aktuelle Repression gegen Antimilitarist*innen können wir nur im Gesamtzusammenhang verstehen. Und genauso wichtig ist es, kollektiv darauf zu reagieren. 

Grundsätzlich ist es von zentraler Bedeutung, keinerlei Aussagen zu machen. Jede Aussage nützt den Verfolgungsbehörden und wird letztlich gegen dich und deine Genoss*innen verwendet. Auch wenn man vielleicht denkt, es könnte helfen, zeigt die Erfahrung das Gegenteil. Die beste Hilfe ist und bleibt die Aussageverweigerung. Sie ist ein politisches Statement und schützt dich und die Bewegung. 

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KRIEG BEGINNT HIER: Protest gegen Rheinmetall-Aktionärsversammlung vor der Berliner Waffenfabrik

📅 12.05.2026
🕔 17:00 Uhr
📍 Vor dem neuen Rheinmetall-Werk am Humboldthain (Scheringstraße 2, Berlin-Gesundbrunnen)

Rheinmetall profitiert weltweit von Krieg, Aufrüstung und Militarisierung – und feiert am 12. Mai wieder seine stetig steigenden Profite mit Leid und Zerstörung. Während Milliarden in Waffen und Kriegsproduktion fließen, fehlen Gelder für Wohnen, Bildung, Gesundheit und soziale Infrastruktur.

Das nehmen wir nicht hin!

Kommt am 12. Mai zur Kundgebung gegen die Aktionärsversammlung von Rheinmetall und gegen den Ausbau der Waffenproduktion in Berlin. Wir wollen sichtbar machen: Krieg beginnt nicht erst an der Front – er wird auch hier organisiert, finanziert und produziert. Solange mit Menschenleben Kasse gemacht wird, kann es keinen Frieden geben!

Lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Profite auf Kosten von Leben.

💸 Geld für Soziales statt für Krieg und Aufrüstung!
🔥 Keine Waffenproduktion in Berlin!
🚫 Rheinmetall stoppen!

Abschlusserklärung Verweigert!-Kongress

Der Verweigert!-Kongress hat am 11./12. April 2026 in Kassel zusammen mit vielen Kriegsdienstverweigerer*innen und Friedensorganisationen getagt. Die Abschlusserklärung des Kongresses hat folgenden Wortlaut:

1. Wir lehnen die Militarisierung der Gesellschaft ab. Immer mehr Waffen und immer mehr Soldat*innen sowie die Verankerung von militärischer Logiken in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen machen uns nicht sicher. Im Gegenteil. Sie setzen eine Eskalations- und Rüstungsspirale in Kraft, die eine kriegerische Konfrontation wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig gefährden die mit der massiven Aufrüstung direkt zusammenhängenden Sparmaßnahmen die soziale Sicherheit.

2. Das neue Wehrdienstgesetz ist ein wesentlicher Teil dieser umfassenden Militarisierung der Gesellschaft. Wir fordern die endgültige Abschaffung der Wehrpflicht und rufen dazu auf, jeglichen Kriegsdienst zu verweigern. Gleichzeitig bauen wir Unterstützungs- und Solidaritätsstrukturen auf und aus, die den Betroffenen bei der Verweigerung zur Seite stehen und sie unterstützen – von der fachlichen Beratung über politische Kampagnen bis zur finanziellen Unterstützung. Wir sind das Netzwerk der Verweigerung aller Formen von Kriegsdiensten, für Kriegsuntauglichkeit und Friedensfähigkeit.

3. Wenn junge Menschen bereits die Wehrerfassung boykottieren, kann es laut neuem Wehrdienstgesetz zu Bußgeldern kommen. Damit diese Bußgelder nicht von den Boykotteuren alleine getragen werden müssen, richten wir einen „Verweigern-Soli-Fonds“ ein, an den sich Boykotteure wenden können und der ihnen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Fonds hilft, die Bußgelder zu bezahlen. Diese Anti-Repressionsmaßnahme ist ein Teil unserer solidarischen Antwort auf einen Staat, der zunehmend auf Zwang und Militarisierung setzt. Deswegen starten wir hier und heute gemeinsam eine Crowdfunding-Kampagne, damit dieser Soli-Fonds möglichst gut finanziell ausgestattet ist und vielen Betroffenen helfen kann.

4. Wir solidarisieren uns mit den Kriegsdienstverweiger*innen, Totalverweiger*innen und Deserteur*innen in anderen Staaten, ganz besonders in Kriegsgebieten. Ihnen gebührt unser tiefster Respekt. Ihnen fühlen wir uns verbunden. Wir fordern ihre bedingungslose Aufnahme im Falle der Asylsuche.

5. Wir begreifen Verweigerung als etwas, das wir nicht ausschließlich auf den Kriegsdienst anwenden werden, sondern auf alle Mechanismen der Militarisierung der Gesellschaft. Wir verweigern uns der Militarisierung der Gesellschaft auch durch gemeinsame Aktionen. Deshalb rufen wir dazu auf, die folgenden bundesweiten Aktionen und Mobilisierungen zu unterstützen:

– den Schulstreik und weitere Aktionen am 8. Mai
– den Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai
– die Aktionen des Klimagerechtigkeitsbündnisses Ende Gelände vom 28. bis 30. Mai im Ruhrgebiet
– die Demos gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen am 30. Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr
– die Aktionstage gegen Waffenproduktion am 10. und 11. Juli in Berlin-Wedding
– das Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln vom 1. bis 6. September
– das Störmanöver gegen die NATO-Übung „Red Storm Charly“ in Hamburg, das von Rheinmetall entwaffnen organisiert und vom 24. bis 26. September stattfinden wird
– die „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Menschen aus Gesundheitsberufen gegen die Militarisierung“ der IPPNW

Kassel, 12. April 2026

Kundgebung in Berlin 28. März: Stoppt den Krieg gegen Iran und Libanon!

Stoppt die USA und Israel! Den Luftraum für US-Militär schließen!

Rheinmetall Entwaffnen Berlin unterstützt den folgenden Aufruf zur Kundgebung, um ein Zeichen gegen Krieg, Militarisierung und imperialistische Politik zu setzen.

📍 Hermannplatz, Berlin
🗓️ Samstag, 28.03.
🕔 17:00 Uhr

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Gerichtsprozess gegen die Blockade des Bundeswehrkarrierecenters

Mi. 25.03. | 12:15 Uhr | Justizzentrum Köln | Rudolph-Amelunxen-Straße

Am 27. August letzten Jahres haben 80 Aktivist*innen erfolgreich das Bundeskarrierecenter in Köln blockiert. Das Center in Köln ist die zentrale Einrichtung der Bundeswehr, die für die Rekrutierung von Soldat*innen verantwortlich ist. Es organisiert und koordiniert die Anwerbung und bald auch die ersten Musterungen.
Nun sind erste Genoss*innen im Zuge dieser Aktion angeklagt.

Unsere Aktion hat deutlich gemacht, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren – An jenem Tag, an dem die neuen Regelungen zum Wehrdienst, inklusive der Erfassung und Musterung, auf parlamentarischer Ebene beschlossen wurden, haben wir unseren Widerstand auf die Straße getragen. 💫
Wir verweigern uns der zunehmenden Militarisierung Deutschlands und dessen Normalisierung!
Wir verweigern uns dem Wunsch nach Gehorsam und Disziplin.

Kommt deshalb alle am 25. März zum Justizzentrum nach Köln und unterstützt die Genoss*innen! Wir lassen niemanden allein und wir lassen uns erst recht nicht einschüchtern!❤️‍🔥

Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!

Immer mehr Teilnehmer*innen unserer Aktionswoche in Köln bekommen Post von der Polizei und auch schon die ersten Strafbefehle sind eingetrudelt. Davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Deswegen kommen wir wieder mit unserem Camp nach Köln und veranstalten Aktionstage gegen das NATO-Manöver in Hamburg.

Aber wir wollen nicht nur gemeinsam Widerstand gegen die zunehmende Militarisierung organisieren, sondern auch der Repression gegen uns gemeinsam begegnen. Deswegen meldet euch bei uns, wenn ihr in Folge der Aktionswoche Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen habt.

Ihr erreicht uns unter folgender E-Mail:
merstonnzesamme@anche.no

Informiert außerdem eure örtliche Rote Hilfe, dort werdet ihr beraten, wenn ihr Fragen habt.