Antimilitaristisches Wissen anschlussfähig machen: Politische Stadtrundgänge erstellen, erhalten, aktualisieren am Beispiel des Kölner Anti-Militäratlas‘

Denk radikal Feministisch

Mittwoch 16:30
Zelt 2

In unserem Workshop möchten wir gemeinsam mit euch an einer Überarbeitung des Kölner Anti/Militäratlasses arbeiten, indem wir Orte markieren, an denen der Krieg auch in Köln vorangetrieben wurde und wird. Die Initiative „Bundeswehr wegtreten!“ hatte diesen Atlas vor über 10 Jahren mit viel Recherchearbeit erstellt, der „über das Militär informiert, über die Unternehmen, die daran verdienen, über Forschungseinrichtungen, die sich um die „Kampfwertssteigerung“ kümmern, über die Kirchen, die sich um Soldaten- und Hinterbliebenenseelen sorgen und über Vereine, die sich ans Töten, Sterben, Verwunden, Zerstören und an Kameradschaft erinnern oder um Opfer bemüht sind“.
So möchten wir den antimilitaristischen Stadtplan um weitere Orte und aktualisierte Inhalte ergänzen, z.B. über das Bundesamts für Personalmanagement der Bundeswehr in Köln oder auch die Deutz-AG in Köln, die beide im Rahmen des RME-Camps 2025 blockiert wurden.


Ebenso möchten wir Diskussionen, wie z.B. die Entwicklung der Wehrpflicht, den Einsatz von „Jugendoffizieren“ an Schulen oder auch die Auslegung der Zivilklausel an der Uni Köln seit 2010 im Rahmen der bundesweiten Zivilklausel-Bewegung, aufgreifen und nachzeichnen.


Dabei wollen wir nicht nur die Kriegstreibenden in den Vordergrund rücken, sondern auch einen Blick auf widerständige Bewegungen werfen.

Die Workshopzeit wollen wir nutzen, um:

  • eine Basis für die Aktualisierung und Digitalisierung des Atlasses zu schaffen,
  • einen Erfahrungsaustausch zu verwandten Projekten, z.B. postkoloniale und/oder feministische Stadtrundgänge, zu ermöglichen,
  • den Kölner Anti/Militäratlas in Grundzügen sowie Apps für Stadtrundgänge vorzustellen und so Anregungen für ähnliche Projekte in anderen Städten zu geben. (Deutsch)