Camp Köln 2026

Wir kommen wieder. Das Camp wird von Dienstag, 1. September, bis Sonntag, 6. September in Köln im Inneren Grüngürtel am Fuß des Fernsehturms (nähe Hans-Böckler-Platz / Köln West, Stadtbahnlinien 3, 4 und 5) stattfinden. Es wird wieder Vorträge, Workshops, kulturelle Veranstaltungen und vieles mehr geben. Demos finden am Antikriegstag, 1. September und am Samstag, 5. September statt.

Offiziell heißt unser Gelände »Wiese am Fernsehturm/Colonius, Venloerstr. 130«; die Koordinaten lauten: 50.94505° N, 6.93171° E.

Köln ist Standort vieler Institutionen der politischen Verwaltung des Krieges: Karrierecenter der Bundeswehr, Liegenschaften des Verteidigungsministeriums, Sitz von wichtigen Rüstungskonzernen, wichtiger Bundeswehrstandort u.a.m.

Ein Aufruf zum Camp ist → hier zu finden.
Das Camp-Programm gibt es → hier.
Mobilisierungsvorträge finden sich → hier.
Die Aufrufe zu den Aktionstagen und zu den Demonstrationen folgen demnächst.


Gemeinsamer Umgang auf dem Camp

Wir haben ein paar Worte verfasst zum Miteinander auf dem Camp. Dieser Beitrag ist hier zu finden: → Gemeinsam widerständig – was wir für ein solidarisches Camp brauchen

Über unser Camp in Köln 2025 gibt es → hier alles nachzulesen.

Packliste

Wir empfehlen:

  • Zelt, Isomatte, Schlafsack und Taschen- oder Stirnlampe
  • Seife, Waschlappen, Handtuch, Zahnbürste und Zahnpasta
  • Tagesrucksack, Trinkflasche, Sonnenbrille und Kopfbedeckung gegen Hitze
  • Bargeld für Campbeitrag, Krankenkassenkarte, Ausweis
  • Wetterfeste Schuhe und Kleidung für warme, kalte und nasse Momente
  • Sonnencreme, Insekten- und Zeckenschutz, persönliche Medikamente
  • Nützlich sind auch: Armbanduhr, FFP2-Maske, kleine Notfallapotheke, Stadtplan.

Aktionskarte

Eine Übersicht zu Köln und militaristischen Orten vom letzten Jahr findet ihr →hier

Infozelt

Im Infozelt kannst du dir bei Ankunft einen Überblick verschaffen. Du kannst da den Lageplan begutachten, das Programm studieren und dich in Schichtpläne eintragen. Sag gern Bescheid, wenn du übersetzen kannst oder Übersetzungen brauchst. Aktualisierungen, die das Programm betreffen, werden per Aushang bekannt gegeben.

Selbstorganisiert und solidarisch stellen wir gemeinsam ein erfolgreiches Camp auf die Beine. Die rege Beteiligung an anfallenden Aufgaben ist notwendig, damit alles gut läuft.

Für dringende Fragen sind wir auch telefonisch auf dem Camp-Telefon erreichbar über die Nr +49 17689734704. Natürlich nicht 24/7. Bitte überlege gut, ob du anrufen musst oder gegebenenfalls erst andere Informationswege wie die Webseite nutzen kannst, damit die Leitung nicht überlastet wird.

Campleben

Jeden Morgen findet um 9 Uhr das Campplenum statt. Da werden der Tag und aktuelle Bedürfnisse und Nöte, die uns alle angehen, besprochen. Außerdem kannst du erfahren, wie und wo du dich mit Ideen, Themen und durch tatkräftige Unterstützung noch einbringen kannst. Das Plenum ist auch ein geeigneter Raum, um konstruktiv Kritiken, Probleme und Lösungen anzusprechen.

Allgemeine Sicherheit

Auf dem Camp kommen viele Menschen für einige Tage zusammen. Unser Anliegen ist es, gemeinsam eine gute Zeit miteinander zu verbringen und keine Zwischenfälle wie Diebstähle oder ähnliches zu erleben. Für die Nacht gibt es Schutzschichten, in die du dich gern eintragen kannst.

Das Camp ist kein Ort für Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie und sonst irgendeiner Art von Diskriminierung und Unterdrückung. Wenn du dumm angemacht, angefasst oder sonst wie belästigt wirst, melde dich am Infostand oder beim Awareness-Team. Du entscheidest selbst, wo deine Grenzen liegen.

Autonom-Feministische Organisierung / FLINTA

Auf dem Camp ist ein Bereich ausschließlich zum Zelten für FLINTA*-Personen vorgesehen (Frauen, Lesben, Inter-, Nichtbinäre-, Trans- und Agender-Personen). Außerdem gibt es ein
Programm- und Plenazelt für autonome feministische Organisierung. Veranstaltungen und
Plenazeiten findest du im allgemeinen Programm.

Awareness

Awareness beinhaltet einen achtsamen und respektvollen Umgang miteinander. Wenn du dich unwohl fühlst, belästigt wirst oder sonst irgendein übergriffiges und grenzüberschreitendes Verhalten erlebst, in welcher Form auch immer, sprich uns an
Auch wenn du siehst, dass eine andere Person Hilfe braucht: Frage bei der betroffenen Person nach, überlasse es nicht „den Anderen“ aktiv zu werden.

Es gibt ein Awareness-Team. Wir werden unser Bestes tun, dir die Unterstützung zu geben, die du brauchst. Es gibt eine Awareness-Telefonnummer, die an verschiedenen Orten veröffentlicht wird und ein Awareness-Zelt als Rückzugsraum.
Alle weiteren Infos mit einem ausführlichen Awareness-Konzept findet ihr →hier.

Barrierefreiheit

Das Camp findet auf einer Wiese statt. Die Zugangswege und das Gelände sind ebenerdig und von der Straße aus treppenlos zu erreichen. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist auf dem Gelände vorhanden. Melde dich gerne im Vorfeld bei uns, wenn du weitere Fragen hast oder im Camp-Alltag Unterstützung benötigst: rheinmetall-entwaffnen [at] riseup.net.

Kinder

Das Kinderzelt bietet von Dienstag bis Freitag täglich von 16–18 Uhr verschiedene Mitmachaktionen für junge Menschen und Familien. Dort basteln wir gemeinsam Demoschilder, machen Buttons und gehen bei einer spannenden Rallye auf Entdeckungstour über das Camp!

Auch außerhalb dieser Zeiten ist das Zelt geöffnet: Das Material kann zum Spielen und Basteln genutzt werden, ihr könnt euch hier zurückziehen oder eine Pause machen. Das Kinderzelt soll ein Ort sein, an dem auch die Jüngsten Platz im politischen Camp haben. Die rechtliche Verantwortung liegt jedoch weiterhin bei den Erziehungsberechtigten. Kommt vorbei!

Infrastruktur

Die Küfa (»Küche für alle«) versorgt uns täglich mit leckeren Mahlzeiten. Sie freut sich immer über Unterstützung. Es gibt Dixi-Toiletten und eine rollstuhlgerechte Dixi-Toilette. Ebenso gibt es Waschstraßen und Duschen auf dem Gelände. Im Infozelt gibt es eine Ladebox für alle. In den Workshop-Zelten gibt es Strom und Licht für
das Programm.

Finanzierung/Spenden

Um die Ausgaben für das gesamte Camp bezahlen zu können, bitten wir Dich um
Unterstützung durch eine Spende. Richtwert ist, dass jede Person pro Tag einen Betrag von 15 € beisteuert. Hast du dafür zu wenig Geld in der Tasche, gib weniger – bei gut gefüllter Brieftasche bitte mehr.

Rechtshilfe

Leider kommt es immer wieder zu Übergriffen durch Justiz, Polizei und ähnliche Behörden. Wir haben Flyer von der Roten Hilfe mit Verhaltenstipps für verschiedene Situationen und Ansprechpersonen, falls du während der Aktionstage von Repression erfährst. Genauere Infos dazu gibt es auf dem Camp.

Zur Abschlussdemo am Samstag wird auch der Ermittlungsausschusses (EA) erreichbar sein. Den EA kannst du anrufen, wenn du festgenommen wirst oder Festnahmen beobachtet hast oder du vom Verfassungsschutz oder sonstigen Staatschutzleuten angesprochen wirst. Nicht vergessen: Freigelassene melden sich unbedingt beim EA wieder ab! Wir haben Kontakt zu Anwältinnen, meldet euch bei Bedarf einfach am Infozelt. Und falls ihr noch nicht Mitglied seid, tretet am besten der Roten Hilfe bei.

Bei Polizeikontakt gilt grundsätzlich: Keine Aussagen machen. Jeder Satz kann nützlich sein, auch wenn er noch so banal erscheint. Einfach nichts sagen! Und nichts unterschreiben! Dir entstehen daraus keine Nachteile. Solidarität ist und bleibt unsere stärkste Waffe gegen ihre Repression!

Fotos und Videos

Nicht jede Person möchte auf Fotos anderer abgebildet sein. Außerdem werden Fotos im Falle von polizeilichen Maßnahmen gern gegen dich verwendet. Deswegen bitten wir darum, von Fotos auf dem Camp abzusehen und wenn nötig, nur nach Absprache zu machen. Veröffentlichungen in den Medien müssen mit unserem Presseteam abgesprochen sein. Melde dich dafür gerne am Infozelt.

Presse

Auf dem Camp gibt es ein Presseteam. Wir möchten unsere Aktionen und Diskussionen in die Öffentlichkeit tragen. Daher werden auch Pressevertreter*innen das Camp besuchen. Um den bestmöglichsten Schutz für alle zu bieten, werden diese auf dem Camp immer von einer Person unseres Presseteams begleitet. Ihr erkennt sie an einer entsprechend gekennzeichneten Weste.

Hunde

Unsere dringende Empfehlung ist es, Hunde nicht mit aufs Camp zu bringen. Wenn dein Hund als absolute Ausnahme doch mitkommt, weil es keine Möglichkeit gibt ihn unterzubringen, achte bitte auf ihn. Voraussetzung ist natürlich, dass dein Hund einen entspannten Umgang mit unbekannten Menschen hat. Außerdem müssen Hunde im Park an eine Leine.

Fahrzeuge

Auf der Campwiese dürfen keine privaten Fahrzeuge parken und die kleine gepflasterte Parkfläche direkt neben der Wiese wird für essentielle Fahrzeuge für die Infrastruktur gebraucht. Dort bitte nicht privat parken! In den angrenzenden Straßen gibt es Parkplätze, die teilweise gegen eine Gebühr von 5 Euro am Tag genutzt werden können. Wir empfehlen unter anderem den Venloer Wall.

Barrios

Im Rheinmetall-Entwaffnen-Bündnis sind zahlreiche Gruppen, Strukturen und Einzelpersonen aktiv. Gemeinsam rufen wir unter dem Motto „Kampf den Kriegstreibern – Für unsere Zukunft“ zum diesjährigen Camp in Köln auf. Auf dem Camp wird es wieder verschiedene Barrios geben, wie das Barrio von Migrantifa, das revolutionäre Barrio und das Barrio „Soziale Kampfbaustelle“. Die Aufrufe findet ihr →hier und →hier.

Die Barrios dienen der Vernetzung innerhalb der verschiedenen Strömungen der linken, antimilitaristischen Bewegung. Unser zentraler Bezugspunkt ist und bleibt aber das gemeinsame Bündnis-Camp mit samt seinem Programm, seinen Aktionen, seinen Mahlzeiten, seinen Plena und den anfallenden Aufgaben, die wir solidarisch zusammen wuppen.