Bei unserem Treffen am 17. August werden wir zunächst Organisatorisches für die kommenden Wochen und insbesondere für das Protestcamp in Köln vom 1. bis 6. September 2026 und die Aktionstage in Hamburg vom 24. bis 26. September besprechen.
Montag * 22. Juno 2026 * 18:30 Uhr Onboarding für Neue * 19 Uhr Plenum * NewYorck Bethanien * Berlin-Kreuzberg
Mobi zum Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln und den Aktionstagen gegen das Nato-Manöver in Hamburg mit Vortrag von Raul Zelik zum Zusammenhang von globaler Faschisierung und deutscher Aufrüstung
Das Protestcamp in Köln, vom 01. – 06. September 2026 und die Aktionstage in Hamburg 24. – 26. September 2026 sind die zentralen Protestaktionen von Rheinmetall Entwaffnen. Dort wollen wir unsere antimilitaristische Praxis stärken und uns der weltweiten als auch deutschen Aufrüstung entgegenstellen.
Du möchtest zu den Protesten gegen Rheinmetall und Aufrüstung nach Köln oder Hamburg fahren? Dann komm am Montag, 24. August 2026, 19:30 Uhr ins NewYorck Bethanien, Berlin-Kreuzberg.
Bei Backwaren und Salat informieren wir über die Proteste in Köln und Hamburg und verkaufen Bustickets für die An- und Abreise. Außerdem wird es einen Buchtisch der Schwarzen Risse zum Thema Antimilitarismus geben. Im Anschluss wird Raul Zelik einen Vortrag über den Zusammenhang zwischen globaler Faschisierung und deutscher Aufrüstung halten mit anschließendem Q& A.
Das dritte Jahr in Folge führt die Bundeswehr ein NATO-Manöver in Hamburg durch. Die zivil-militärische Zusammenarbeit soll auf Großstadtebene exemplarisch eintrainiert und Hamburg als Drehkreuz für den Krieg an der Ostfront, wie die Bundeswehr selbst formuliert, mobil gemacht werden.
Neben der ohnehin schon ausgeprägten militärischen Infrastruktur in Hamburg – vom Hafen bis zur Führungskräfteakademie und dem Bundeswehrkrankenhaus – sind ins Manöver diverse zivile Institutionen einbezogen: Uni, Arbeitsamt, Logistikunternehmen, DRK, Handelskammer, Ärztekammer, die Rettungsdienste und Blaulicht-Organisationen, Krankenhäuser, Großbetriebe bis Lebensmitteleinzelhändler.
Das korrespondiert mit einer allgemeinen Entwicklung massiver Umverteilung von Sozialem zu Verteidigung, gigantischen Rüstungsdeals, Wehrpflicht, Konversion zu Kriegsökonomie und einer Reihe von geplanten autoritären Gesetzen (Arbeitsbereitstellungsgesetz, Gesundheitsbereitstellungsgesetz, BND-Gesetz, Militarisierung von Frontex) durch die im Ausnahmezustand ganze gesellschaftliche Bereiche der Logik des Militärischen unterstellt werden.
Wir, „Rheinmetall Entwaffnen“, werden das Manöver stören. Hamburg lässt sich nicht mobil machen, Hamburg ist kriegsuntauglich.
Alle Kriegsunwilligen, alle die sich Sicherheit anders vorstellen als durch Aufrüstung, sind eingeladen, sich an der Störung zu beteiligen und die Logik des Krieges zu verweigern.
For the third year in a row, the Bundeswehr is conducting a NATO exercise in Hamburg. The goal is to conduct exemplary training in civil-military cooperation at the metropolitan level and to mobilize Hamburg as a hub for the war on the Eastern Front.
In addition to Hamburg’s already extensive military infrastructure—from the port to the Command and Staff College and the Bundeswehr hospital—various civilian institutions are involved in the exercise like Universities, employment agencies, logistics companies, the German Red Cross (DRK), chambers of commerce, medical associations, emergency medical services and first-response organizations, hospitals, large corporations, and food retailers.
Zum Camp in Köln und zu den Aktionstagen in Hamburg fahren aus Berlin Busse.
Infos zum Bus nach Köln:
Infos zum Bus nach Hamburg:
Solibus aus Berlin zu den Aktionstagen gegen das NATO-Manöver in Hamburg 24.-26. September 2026:
Ihr wollt zu den Aktionstagen gegen das NATO-Manöver »Red Storm Charlie« in Hamburg? Dann kommt mit uns im Solibus nach Hamburg und lasst uns kollektiv aktiv werden gegen die Militarisierung der Gesellschaft! Denn ein gutes Leben für alle wird nicht über die Kriegstüchtigkeit einer Gesellschaft geschaffen, sondern im kollektiven Prozess.
Hinfahrt nach Hamburg: Donnerstag, 24.09., 8:45 Uhr Rückfahrt nach Berlin: Sonntag, 27.09., 14:00 Uhr
Spendenempfehlung: 20-25€ für Hin- und Rückfahrt. Solipreis, um anderen eine günstigere Fahrt zu ermöglichen: 35€, Aber keine Person soll wegen des Geldes nicht mitkommen, macht euch da keinen Stress. Am Geld scheitert es nicht!
Tickets gibt es per Email bei solibus-hh@systemli.org und in Kürze auch in der Buchhandlung Schwarze Risse (Mehringhof, Gneisenaustr. 2a). Falls ihr ein Ticket habt, aber doch nicht mitfahren könnt, meldet euch umgehend per Email bei solibus-hh@systemli.org. Danke!
Proteste gegen Krieg, Militarisierung und Imperialismus nehmen zu. Immer häufiger sind wir allerdings mit der Präsenz eines reaktionären Antiimperialismus konfrontiert, der autoritäre Regime verteidigt oder sich durch das zeigen ihrer Fahnen offensiv mit ihnen solidarisiert.
Für »Rheinmetall Entwaffnen« bedeutet internationalistische Praxis aber nicht nur, die Herrschenden und ihre Machtpolitik anzugreifen, sondern ebenso an der Seite jener zu stehen die für Befreiung, Selbstbestimmung und Würde kämpfen. Wir schmieden neue Allianzen, verschwestern uns mit Menschen, Organisationen und Bewegungen, mit denen wir uns durch emanzipatorische Ziele verbunden fühlen, unterstützen uns und lernen voneinander. Grundlegend ist unsere Haltung, dass Widerstand gegen Unterdrückung und imperialistische Kriege legitim und notwendig ist. Dabei können und wollen wir von hier aus nicht das letzte Urteil über Entscheidungen von vor Ort treffen.
Aber auch dort, wo eindeutige Bezugspunkte fehlen, weil linke und emanzipatorische Bewegungen und Organisationen systematisch zerschlagen, vernichtet und so durch reaktionäre Widerstandkämpfe abgelöst werden konnten, wollen wir nicht in Schweigen oder Handlungsunfähigkeit verfallen. Wir verteidigen die Rechte jeder Einzelnen und greifen die Komplizenschaft »demokratischer« Regierung an.