Theater-Tour gegen Krieg und Aufrüstung von Theater X und „Rheinmetall entwaffnen“

Mit dem Stück „Hoppla, wir sterben! – Rheinmetall: Eine deutsche Geschichte“ bringt die Berliner Gruppe S.K.E.T. politische Theaterkunst nach Bremen, Celle und Kassel

Die Inszenierung beschäftigt sich mit der Geschichte des Rüstungskonzerns Rheinmetall, der aktuellen gesellschaftlichen Militarisierung sowie der Frage, wie Krieg, Kapitalismus und politische Interessen zusammenhängen. Das Stück verbindet dokumentarisches Theater, Musik und agitatorische Elemente und knüpft an Traditionen des politischen Theaters der Weimarer Republik an.

Angesichts der aktuellen Debatten um Aufrüstung, Wehrpflicht und „Kriegstüchtigkeit“ versteht sich die Produktion ausdrücklich als kulturelle Intervention in eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, die derzeit weit über klassische Friedenspolitik hinausreicht.

Tourtermine:

  • 06.06.2026 – Kassel 

Abschlusserklärung Verweigert!-Kongress

Der Verweigert!-Kongress hat am 11./12. April 2026 in Kassel zusammen mit vielen Kriegsdienstverweigerer*innen und Friedensorganisationen getagt. Die Abschlusserklärung des Kongresses hat folgenden Wortlaut:

1. Wir lehnen die Militarisierung der Gesellschaft ab. Immer mehr Waffen und immer mehr Soldat*innen sowie die Verankerung von militärischer Logiken in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen machen uns nicht sicher. Im Gegenteil. Sie setzen eine Eskalations- und Rüstungsspirale in Kraft, die eine kriegerische Konfrontation wahrscheinlicher macht. Gleichzeitig gefährden die mit der massiven Aufrüstung direkt zusammenhängenden Sparmaßnahmen die soziale Sicherheit.

2. Das neue Wehrdienstgesetz ist ein wesentlicher Teil dieser umfassenden Militarisierung der Gesellschaft. Wir fordern die endgültige Abschaffung der Wehrpflicht und rufen dazu auf, jeglichen Kriegsdienst zu verweigern. Gleichzeitig bauen wir Unterstützungs- und Solidaritätsstrukturen auf und aus, die den Betroffenen bei der Verweigerung zur Seite stehen und sie unterstützen – von der fachlichen Beratung über politische Kampagnen bis zur finanziellen Unterstützung. Wir sind das Netzwerk der Verweigerung aller Formen von Kriegsdiensten, für Kriegsuntauglichkeit und Friedensfähigkeit.

3. Wenn junge Menschen bereits die Wehrerfassung boykottieren, kann es laut neuem Wehrdienstgesetz zu Bußgeldern kommen. Damit diese Bußgelder nicht von den Boykotteuren alleine getragen werden müssen, richten wir einen „Verweigern-Soli-Fonds“ ein, an den sich Boykotteure wenden können und der ihnen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des Fonds hilft, die Bußgelder zu bezahlen. Diese Anti-Repressionsmaßnahme ist ein Teil unserer solidarischen Antwort auf einen Staat, der zunehmend auf Zwang und Militarisierung setzt. Deswegen starten wir hier und heute gemeinsam eine Crowdfunding-Kampagne, damit dieser Soli-Fonds möglichst gut finanziell ausgestattet ist und vielen Betroffenen helfen kann.

4. Wir solidarisieren uns mit den Kriegsdienstverweiger*innen, Totalverweiger*innen und Deserteur*innen in anderen Staaten, ganz besonders in Kriegsgebieten. Ihnen gebührt unser tiefster Respekt. Ihnen fühlen wir uns verbunden. Wir fordern ihre bedingungslose Aufnahme im Falle der Asylsuche.

5. Wir begreifen Verweigerung als etwas, das wir nicht ausschließlich auf den Kriegsdienst anwenden werden, sondern auf alle Mechanismen der Militarisierung der Gesellschaft. Wir verweigern uns der Militarisierung der Gesellschaft auch durch gemeinsame Aktionen. Deshalb rufen wir dazu auf, die folgenden bundesweiten Aktionen und Mobilisierungen zu unterstützen:

– den Schulstreik und weitere Aktionen am 8. Mai
– den Tag der Kriegsdienstverweigerung am 15. Mai
– die Aktionen des Klimagerechtigkeitsbündnisses Ende Gelände vom 28. bis 30. Mai im Ruhrgebiet
– die Demos gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen am 30. Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr
– die Aktionstage gegen Waffenproduktion am 10. und 11. Juli in Berlin-Wedding
– das Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Köln vom 1. bis 6. September
– das Störmanöver gegen die NATO-Übung „Red Storm Charly“ in Hamburg, das von Rheinmetall entwaffnen organisiert und vom 24. bis 26. September stattfinden wird
– die „Erklärung für ein ziviles Gesundheitswesen. Menschen aus Gesundheitsberufen gegen die Militarisierung“ der IPPNW

Kassel, 12. April 2026

Verweigert! Kongress gegen den neuen Wehrdienst

Kommt zum Kongress nach Kassel!
Start: 11. April, 13:00
Ende: 12. April, 15:00
Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstr. 3, 34119 Kassel

Du bist Dir unsicher, was Du mit dem Brief der Bundeswehr machen sollst? Mustern lassen oder gleich total verweigern? Du hast Ideen, wie wir damit umgehen und was wir noch tun können?

Dann komm vorbei zum zweiten Verweigert!-Kongress in Kassel. 

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Prozess gegen Rheinmetall-Entwaffnen-Aktivisten am Mittwoch, den 23.07.2025 abgesagt

Aus formalen Gründen wurde der Prozess gegen den Genossen von Rheinmetall Entwaffnen vorläufig abgesagt. Dann hat die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurückgezogen. Es wird also keinen weiteren Prozess mehr geben. Das Urteil ist rechtskräftig geworden.

Dies war unsere Ankündigung:
Im Mai 2024 wurde unser Genosse nach zwei Verhandlungstagen wegen tätlichen Angriffs auf einen Polizeibeamten im Rahmen des Aktionstags beim Rheinmetall-Entwaffnen-Camp in Kassel 2022 zu 90 Tagessätzen à 50 Euro verurteilt. Am 23. Juli 2025 geht es in die nächste Runde, da die Staatsanwaltschaft ein höheres Strafmaß durchsetzen will.

Der Genosse wird eine Erklärung halten, in der er klarstellt, dass nicht die Antimilitarist:innen sondern die verantwortlichen Kriegstreiber und Profiteure von Krieg und Genozid auf die Anklagebank gehören.

Kein Friede mit dem Kriegsregime!
Solidarität ist unsere Waffe!
Kommt zahlreich zum Prozess!

Am 23.07.2025, 13:00 Uhr, Landgericht Kassel, Frankfurter Str. 7, 34117 Kassel

„Gegen ihre Kriege“ – Antikapitalistischer Ostermarsch in Kassel

Die Welt brennt! In den Nachrichten sehen wir jeden Tag neue Schreckensmeldungen von den Kriegen dieser Welt. Grabenkampf, Massaker, Bombardements, Drohnenangriffe und tagtägliches Sterben sind zur neuen Normalität geworden. Wir stumpfen ab und erkennen diese Realität nicht mehr als das was sie ist: Unmenschlich!

Doch das Sterben anderswo ist näher, als wir denken. Die Kriege beginnen direkt vor unserer Haustür. Ein Blick auf die Panzerschmieden in Kassel zeigt, wer sich mit dem Geschäftsmodell Krieg die Taschen voll macht – die deutsche Rüstungsindustrie und ihre Bosse!

„„Gegen ihre Kriege“ – Antikapitalistischer Ostermarsch in Kassel“ weiterlesen

Veranstaltungen in Kassel und Göttingen mit Josè Nivoi vom autonomen Hafenarbeiter_innenkollektiv C.A.L.P. Genua

Josè Nivoi vom autonomen Hafenarbeiter_innenkollektiv C.A.L.P. Genua spricht über die Streiks und Aktionen, mit denen Arbeiter_innen seit 2019 immer wieder den Umschlag von Rüstungsgütern im Hafen von Genua blockierten. Sie unterbrechen damit direkt die Waffenexporte in Kriegsgebiete wie Jemen, Libyen oder Palästina und stellen sich in die antifaschistische Tradition der Stadt, die sich im zweiten Weltkrieg eigenständig vom Faschismus Mussolinis befreite. Während die deutsche Regierung sich aktiv am israelischen Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung beteiligt und gleichzeitig Protest dagegen gewaltsam unterdrückt, ist an vielen Orten weltweit eine starke Bewegung gegen Völkermord, Aufrüstung und Krieg erkennbar.
Die Veranstaltung soll einen Raum öffnen, um ausgehend von einem konkreten Beispiel die Voraussetzungen und Möglichkeiten von PRAKTISCHEM Widerstand gegen Militarisierung und Kriege zu diskutieren.
Gegen die Logik des Krieges!
Die Veranstaltung findet auf italienisch mit Übersetzung statt.

Samstag, 15. Juni 2024, 18 Uhr
aka – Werner Hilpert Straße 22, Kassel
veranstaltet von Rheinmetall entwaffnen Kassel

Sonntag, 16. Juni 2024, 17 Uhr
OM10 – Obere Masch Str. 10, Göttingen
veranstaltet von: AK Asyl Göttingen; Bündnis gegen die Logik des Krieges Göttingen; Rheinmetall entwaffnen Göttingen; OM10