Klimagerechtigkeit statt Kriegstreiberei

Gemeinsamer Aufruf von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen

Vom 28.05. bis 30.05. ins Ruhrgebiet!

Klimakrise und Krieg – Zwei Seiten eines zerstörerischen Systems

Weltweit eskalieren Kriege, Gewalt und Leid: Von Palästina bis Venzuela, von Sudan bis Kurdistan, von Iran bis zur tödlichen Festung Europa. Gleichzeitig plant die deutsche Regierung massiv Gaskraftwerke und Gasterminals auszubauen. Anstatt die Gesellschaft sozial und ökologisch umzubauen, forciert die Regierung die Abhängigkeit von klimazerstörerischem Gas und die komplette Ausrichtung der Gesellschaft auf Kriege. Damit ist sie nicht alleine, weltweit rüsten Regierungen fossile Infrastruktur und ihre Armeen auf. Diese Entwicklungen hängen zusammen. Sie basieren auf dem gleichen kapitalistischen System aus Konkurrenz, Zerstörung und Ausbeutung. Deswegen müssen die Kämpfe dagegen ebenfalls gemeinsam geführt werden, deshalb stellen wir von Ende Gelände und Rheinmetall Entwaffnen uns dieser Zerstörung Hand in Hand entgegen.

Gas ist ein Klimakiller und eine der teuersten Formen, Energie zu produzieren. Nur für die Industrie nimmt die Regierung Steuergelder in die Hand und macht den Strom für sie billiger. So profitieren vom Gasausbau die Gasindustrie selber sowie energieintensive Industrie, also Stahl-, Chemie-, und die Rüstungsindustrie.

Gleichzeitig sind die Ausgaben für Militär und Aufrüstung gigantisch und steigen als ob es kein Morgen gäbe. Rüstungsunternehmen schlagen Milliarden-Profite und haben ein wirtschaftliches Interesse am Krieg. Finanziert wird die Aufrüstung durch Sozialkürzungen: Massive Summen fließen in die Kriegsmaschinerie und Rüstungsgüter, anstatt in sozial- und klimapolitische Maßnahmen. Das bedeutet: Die Menschen, die am Meisten unter Kriegen und deren Folgen leiden, sollen diese Aufrüstung und Kriege finanzieren.

Am meisten betroffen sind Schwarze, Indigene und Gemeinschaften im Globalen Süden. Die Gasförderung vergiftet oft Menschen und Umwelt und meist sind es diese Gemeinschaften, bei denen Gas oder andere fossile Ressourcen gefördert wird. Die Förderung von Gas für Deutschland vergiftetet im Süden der USA Schwarze Anwohner*innen, oft die Nachfahren von versklavten Menschen, und raubt z.B. indigenen Gruppen in Vaca Muerta (Argentinien) ihr Land. In Deutschland sind es gerade Kinder aus migrantischen und armutsbetroffenen Familien, die in Schulen gehen, die durch Kürzungen immer weniger Renovierungen und Nachhilfe anbieten können. Es sind genau diejenigen, die durch die kommende Wehrpflicht am Schärfsten anvisiert und gefährdet werden.

Wir sehen mit Schrecken, dass Aufrüstung und Abkehr von Klimapolitik Hand in Hand gehen. Statt auf gemeinsame Klimapolitik wird auf Abschottung und Kriege um Ressourcen gesetzt. Dafür wird uns erzählt, es gehe um unsere Sicherheit vor Kriegen oder um die Versorgungssicherheit mit Energie. Vorwände unter denen die Regierung Projekte rechtfertigt, die zuvor undenkbar waren, drückt sie im Beschleunigungsmodus durch. Dabei wird das Sterben und Sterbenlassen von Menschen – im Krieg, Genozid, an Außengrenzen und an den Folgen der Klimakrise – immer weiter normalisiert. Doch wir wissen: Das System heißt Kapitalismus und es basiert auf Ausbeutung und produziert den Tod.

Jetzt durch den Brandbeschleuniger Gas auch noch die Klimakrise anzuheizen, schafft mehr Unsicherheit und Kriege. Kriege funktionieren nicht ohne Öl und Gas. Auch die Entwicklung von KI-Überwachungssystemen ist unfassbar energieaufwändig ,gefährdet unsere Privatsphären und untermauert neue Kriegslogiken. Die Produktion und der Export von Waffen befeuert Konflikte. Kriege zerstören unmittelbar Leben, aber auch langfristig Lebensräume durch das Vergiften von Gewässern, Böden und Luft. Sie zerstören unsere Grundlage zum Leben.

Angesichts dieser lebensfeindlichen Entwicklungen ist für uns klar: Wir verweigern uns diesem System. Wir werden es nicht stützen und erst recht nicht dafür sterben. Wir lassen uns nicht durch wenige faschistische Superreiche das Geld aus der Tasche ziehen, den Planeten zerstören und unsere Leben durch Kriege nehmen. Eine andere Welt ist möglich. Wir wollen selber darüber entscheiden, wie wir Energie herstellen, verbrauchen und verteilen. Wir wollen einen sozial-ökologischen System Change.

Deshalb stellen wir uns vom 28. bis 30. Mai dem Gasausbau und der Militarisierung im Ruhrgebiet gemeinsam in den Weg. Vom 1. bis 6. September treffen wir uns auf dem „Rheinmetall Entwaffnen“ Camp in Köln wieder. Und in Hamburg werden wir dafür sorgen, dass das Nato Manöver vom 24. bis 26. September abgesagt wird.

Ende Gelände der Kriegstreiberei! Fossilen Kapitalismus entwaffnen!

Rheinmetall Entwaffnen: Aufruf 2026

Kampf den Kriegstreibern – Für unsere Zukunft!

Kommt zum Rheinmetall-Entwaffnen-Camp nach Köln vom 1.-6. September und den Aktionstagen gegen das NATO-Manöver in Hamburg vom 24.-26. September. 

Wir sagen Rüstungsindustrie, Kriegstreiberei und Militarisierung den Kampf an!

Seit unserem Camp letzten Sommer ist viel passiert: Die Kriege eskalieren immer weiter und die Auswirkungen spüren auch wir in Deutschland. Sie stecken unsere Welt in Brand. Die USA hat zusammen mit Israel den Iran angegriffen – jeden Tag sehen wir die Bilder der Bombardierung in den Nachrichten, sehen wie Krankenhäuser und Schulen getroffen werden, ebenso wie Treibstofflager, deren Brände in zwei Wochen mehr Emissionen verursacht haben als 80 Staaten zusammen. Auch der Genozid in Palästina geht auf brutalste Weise weiter. Im Januar sind viele für Rojava – die Selbstverwaltung in Nord-Ost-Syrien – auf die Straße gegangen: Das syrische islamistische Regime hat mit westlicher Unterstützung eine Großoffensive auf die Menschen gestartet, die der Welt zeigen, dass Revolution nicht nur ein Traum ist, sondern Praxis.

Der Druck steigt und steigt, denn die NATO kämpft um ihre Machtposition in der Welt. Dafür will und muss der Kapitalismus im mittleren Osten mit den brutalsten Mitteln durchgesetzt werden. Es werden ganze Völker massakriert, um neue Handelsrouten zu erschließen. Das wahre Gesicht zeigt sich immer offensichtlicher: Für Geld und Macht wird gemordet, versklavt, vergewaltigt, die Menschen in Armut getrieben und abgeschoben.

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Gerichtsprozess gegen die Blockade des Bundeswehrkarrierecenters

Mi. 25.03. | 12:15 Uhr | Justizzentrum Köln | Rudolph-Amelunxen-Straße

Am 27. August letzten Jahres haben 80 Aktivist*innen erfolgreich das Bundeskarrierecenter in Köln blockiert. Das Center in Köln ist die zentrale Einrichtung der Bundeswehr, die für die Rekrutierung von Soldat*innen verantwortlich ist. Es organisiert und koordiniert die Anwerbung und bald auch die ersten Musterungen.
Nun sind erste Genoss*innen im Zuge dieser Aktion angeklagt.

Unsere Aktion hat deutlich gemacht, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren – An jenem Tag, an dem die neuen Regelungen zum Wehrdienst, inklusive der Erfassung und Musterung, auf parlamentarischer Ebene beschlossen wurden, haben wir unseren Widerstand auf die Straße getragen. 💫
Wir verweigern uns der zunehmenden Militarisierung Deutschlands und dessen Normalisierung!
Wir verweigern uns dem Wunsch nach Gehorsam und Disziplin.

Kommt deshalb alle am 25. März zum Justizzentrum nach Köln und unterstützt die Genoss*innen! Wir lassen niemanden allein und wir lassen uns erst recht nicht einschüchtern!❤️‍🔥

Post nach den Aktionstagen in Köln bekommen?

Wir stehen zusammen gegen ihre Kriege und ihre Repression!

Immer mehr Teilnehmer*innen unserer Aktionswoche in Köln bekommen Post von der Polizei und auch schon die ersten Strafbefehle sind eingetrudelt. Davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Deswegen kommen wir wieder mit unserem Camp nach Köln und veranstalten Aktionstage gegen das NATO-Manöver in Hamburg.

Aber wir wollen nicht nur gemeinsam Widerstand gegen die zunehmende Militarisierung organisieren, sondern auch der Repression gegen uns gemeinsam begegnen. Deswegen meldet euch bei uns, wenn ihr in Folge der Aktionswoche Post von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bekommen habt.

Ihr erreicht uns unter folgender E-Mail:
merstonnzesamme@anche.no

Informiert außerdem eure örtliche Rote Hilfe, dort werdet ihr beraten, wenn ihr Fragen habt.

Klage gegen die Kölner Polizei eingereicht

Wir klagen wegen der Zerschlagung unserer Parade/Demonstration am 30. August in Köln. Das Verwaltungsgericht Köln wird über den Kessel und die polizeiliche Auflösung unserer Antikriegsdemo entscheiden. Und wir sind sicher: Wir werden das Verfahren gewinnen.

Wir klagen gegen das Land Nordrhein-Westfalen, konkret: das Polizeipräsidium Köln. Das Vorgehen der Polizei an diesem Abend war rechtswidrig. Konkret geht es um folgende Ereignisse, die rechtswidrig waren:

(1) das Anhalten der Parade durch die Polizei auf der Mechtildisstraße,
(2) die anschließende Kesselung und Freiheitsentziehung von mind. 525 Versammlungsteilnehmer*innen,
(3) die Auflösung der Versammlung sowie
(4) der Abbruch der Kommunikation durch die Polizei mit den Versammlungsleiter*innen.

Post von der Kölner Polizei: Informiert die Rote Hilfe!

Gekesselte Teilnehmer*innen unserer Parade/Demo am 30. August 2025 haben inzwischen einen Brief der Kriminalinspektion Köln erhalten. Sie werden gebeten, sich als Beschuldigter (Vorwurf: Landfriedensbruch) schriftlich zu äußern.

An alle Betroffene: Informiert eure örtliche Rote Hilfe, dort werdet ihr beraten, wenn ihr Fragen habt. Das Schreiben der Polizei muss und soll nicht beantwortet werden. Einige der Betroffenen haben einen Rechtsanwalt eingeschaltet und Akteneinsicht beantragt. Über weitere Entwicklungen halten wir euch auf der Rheinmetall-Entwaffnen-Website auf dem Stand.

„Klage gegen die Kölner Polizei eingereicht“ weiterlesen