26.1. Aktionstag: Kobane verteidigen!

Damals wie heute – Aktionsaufruf zum 26. Januar!

Vor 11 Jahren am 26. Januar 2015 wurde nach monatelangen Kämpfen die Stadt Kobane vom Terror des sogenannten IS befreit. Gemeinsam konnten die Selbstverteidigungskräfte YPJ und YPG sowie die Bevölkerung vor Ort, unterstützt von weltweiter Solidarität, die grausamen Angriffe abwehren und Stück für Stück die Dschihadisten zurückdrängen.

Die Bilder aus Kobane, einer Stadt an der Türkisch-Syrischen Grenze, gingen um die Welt, und der Sieg Kobanes verbunden mit dem Aufbau eines basisdemokratischen Gesellschaftssystems war ein Hoffnungsschimmer für viele. 

Heute wird Kobane erneut von Dschihadisten, diesmal im Namen der Übergangsregierung Syriens, angegriffen: gefangene IS-Kämpfer werden befreit, Menschen verschleppt und getötet und unzählige Menschen vertrieben.

Jolani und seine selbsternannte Übergangsregierung haben das Ziel die feministische Revolution und die Selbstverwaltung zu vernichten. Sie arbeiten zusammen mit dschihadistischen Milizen und werden maßgeblich gestützt durch den türkischen Staat. 

Unterstützt werden sie dabei direkt durch die USA, die EU und Deutschland, die ihre eigenen Interessen in Syrien verfolgen. Für ihre kriegerische Aggression gibt es keinerlei Konsequenzen. Im Gegenteil: Es wurden sogar hunderte Millionen an Unterstützung zugesagt, während gleichzeitig Massaker und Vertreibung stattfinden. Der NATO-Partner Türkei wird weiterhin gefördert. und Damit sind deutsche Waffen erneut am Kriegsgeschehen und Kriegsverbrechen beteiligt. Die dramatischen Ereignisse werden hier völlig falsch dargestellt oder ganz totgeschwiegen, wohl auch, weil es nicht im Interesse der deutschen Regierung ist, der Selbstverwaltung zu helfen. Die solidarische Bewegung auf der Straße erfährt Diffamierung und Gewalt durch Dschihadisten, türkische Rechte und die deutsche Polizei.

Unsere Antwort auf diese Politik ist klar: Wir werden die Revolution verteidigen und die Mittäter dieses Krieges zur Rechenschaft ziehen. Wir werden den Sieg Kobanes am 26. Januar sowie die Errungenschaften der Demokratischen Frauenrevolution verteidigen. 

Lasst uns die Stimme des Widerstands in Rojava nach Europa tragen und die politischen Verantwortlichen und Profiteure dieses Krieges zur Rechenschaft ziehen!

Ob Parteibüros, Medienhäuser oder Rüstungsindustrie – lasst uns am Montag, den 26. Januar das Schweigen brechen und die Revolution verteidigen!

Es lebe die Rojava Revolution! Es lebe der Sieg von Kobane!

Unsere Pressemitteilung nach dem Aktionstag ist → hier zu finden.

Communiqué von Rheinmetall Entwaffnen: Stoppt den Krieg in Rojava!

Wir werden keine Hierarchie des Leidens akzeptieren, wie sie uns täglich vorgesetzt wird und – schon so lange wir denken können – serviert wurde. Wenn Menschen sterben, weil eine Nation oder Bevölkerungsgruppe die Macht hat, die ultimative Gewalt des Krieges über eine andere zu entfachen, wenn Menschen vergewaltigt, verstümmelt und ermordet werden, ist es ein Tragödie. Wenn die sogenannte internationale Gemeinschaft dabei zuschaut und die Peiniger gewähren lässt oder das Unheil sogar politisch und militärisch unterstützt, um die eignen Interessen durchzusetzen oder zu wahren, dann ist das die moralische Bankrotterklärung eben dieser Gemeinschaft. Das gilt für den Gazakrieg ebenso wie für den Krieg um die Ukraine und viele andere gegenwärtigen und vergangenen Kriege, und für die Gräueltaten, die im Namen des vermeintlich notwendigen Sieges verübt wurden.

Es gilt auch für das selbstverwaltete Nordostsyrien. Aber Rojava, wie die Region auf Kurmanji genannt wird, ist nicht nur eine humanitäre Tragödie, an der sich der Westen ergötzt als wäre er Gast in einer Theateraufführung. Rojava, die Selbstverwaltung und die kurdische Freiheitsbewegung sind unsere politischen Verbündeten. Sie sind unsere Vorbilder. Sie sind der Adressat unserer politischen Solidarität. Sie sind in unseren Herzen und unseren Köpfen.

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