Aktionstage in Berlin 10.—12. Juli 2026: Kriege beenden. Rheinmetall stoppen

Das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg soll in Berlin wieder Rüstung produziert werden. Rheinmetall will mitten in der Innenstadt Artilleriegeschosse fertigen lassen. Das werden wir nicht hinnehmen und unseren Widerstand gegen die Kriegsvorbereitungen auf die Straßen tragen. Gemeinsam gehen wir vom 10. bis 12. Juli 2026 in Aktion. Gegen den Krieg der Reichen. Für eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Der größte Rüstungsproduzent Deutschlands, Rheinmetall, stellt die zivile Produktion seines Autozulieferers auf Rüstung um. Ab Sommer 2026 sollen im ehemaligen Pierburg-Werk mitten in Berlin-Wedding 45 Kilogramm schwere Geschosse hergestellt werden.

Rheinmetalls Waffen werden unter anderem von der Türkei gegen die Revolution in Kurdistan und von Israel für den Genozid an der palästinensischen Bevölkerung genutzt. Auch an den aktuellen Bombardierungen im Iran verdient erneut Rheinmetall. Deutschland ist viertgrößter Rüstungsexporteur der Welt. So setzt beispielsweise Saudi-Arabien seit über einem Jahrzehnt deutsche Waffen im Krieg gegen Jemen ein. Die Bundesregierung und Rüstungskonzerne sind also aktive Mittäter in den brutalsten Kriegen unserer Zeit.

Im Schatten der sogenannten Zeitenwende, des Kriegs in der Ukraine, und des Beschlusses der Bundesregierung, den Rüstungsetat unbegrenzt zu erhöhen, konnte Rheinmetall seine Profite extrem steigern. Der Preis hierfür sind einerseits enorme Kürzungen im sozialen, Bildungs-, Gesundheits- und Kulturbereich und andererseits ein weltweiter Anstieg bewaffneter Konflikte. Während also hier Arbeiter*innen sowie Kinder und Jugendliche zunehmend in verstärkte Armut getrieben werden, wird in den sogenannten »Konfliktländern« mehr und mehr Blut vergossen. Die gelockerte Schuldenbremse für Rüstungsausgaben wird diese bereits spürbare Entwicklung in den nächsten Jahren massiv verschlimmern.

Merz sagt, dass wir uns den Sozialstaat nicht mehr leisten können, aber hunderte Milliarden für die Hochrüstung schon? Statt das Geld in die Verbesserung unserer Lebensbedingungen zu investieren, versucht die Bundesregierung, die schwächelnde deutsche Industrie durch die gesteigerte Nachfrage nach Rüstungsproduktion zu retten. Gleichzeitig bereitet sich die Bundesrepublik darauf vor, in den imperialistischen Kriegen der Zukunft mitzumischen. Neben der Wiedereinführung des Kriegsdienstes ist auch die Umstellung des Pierburg-Werks Resultat und Spiegel dieser Entwicklung. Sie konkurrieren um Rohstoffe, Zugang zu Handelswegen und Absatzmärkten, um den privaten Profit der Kapitalist*innen zu steigern.

Kommt nach Berlin und beteiligt euch an Aktionen gegen die Profiteure von Krieg und Aufrüstung! Denn wir wollen keine Waffenindustrie – weder in unseren Kiezen, noch sonst irgendwo. Was wir wollen, ist eine solidarische Gesellschaft.

Aktionstage. 10.—12. Juli 2026. Berlin 📣

Als zentrale Anlaufstelle wird im Volkspark Humboldthain ein Zirkuszelt aufgebaut. Dort gibt es spannende Vorträge, Diskussionen, Musik, kreative Workshops und Ausstellungen.

Außerdem werden vielfältige Protestaktionen zum Mitmachen auf der Straße und eine Demonstration stattfinden.

Aktionszelt im Humboldthain 🎪
Vorträge, Diskussionen, Kulturprogramm

Widerständige Aktionen ✊
Schließt euch an oder werdet selbst kreativ

Großdemonstration & Konzert  🚩
Samstag, 11. Juli, 14 Uhr,
S+U Gesundbrunnen

Weitere Infos auf der Internetseite des Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion:
keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org/aktionstage


Rheinmetall Entwaffnen, Mai 2026